David Signer
Dead End

Eine Erbschaft in Valencia. Ein Club-Wochenende in Berlin. Das Wiedersehen mit dem Sohn eines alten Freundes. Eine Dienstreise in den Senegal. Nichts ist harmlos, nichts läuft wie geplant in David Signers bitterbösen und rabenschwarzen Erzählungen. Signers Protagonisten treffen alltägliche Entscheidungen, die sich als falsch erweisen. Als fatal. Sie entfesseln verhängnisvolle Ereignisse, denen wir als Leser und Leserin atemlos folgen.

 

David Signers acht neue Erzählungen kreisen um biografische Wendepunkte, an denen bisher geregelte Existenzen aus den Fugen geraten. Eben noch im Alltag verhaftet, finden sich die Protagonisten plötzlich an fremden, düsteren Orten wieder. In Situationen, die sie überfordern. Oder in denen ihr Leben zu einem jähen Ende kommt. Dead End.

Signer schickt in »Dead End« weiße europäische Männer im mittleren Alter ins Verderben. Ob in Varanasi oder in Zürich, alle jagen verlorenen Träumen und unstillbaren Sehnsüchten hinterher, neben denen die Fassaden der bürgerlichen Leben zu Staub zerfallen.

 

Mit boshaftem Witz und klarer, verknappter Sprache ist Signer mit »Dead End« ein fesselnder Erzählband in Schwarz gelungen.

Gebunden, Prägung Silberfolie

352 Seiten, 11 x 18 cm

CHF 29.00 / € (D) 22.00 / € (A) 22.60

(inkl. MWST)

ISBN: 978-3-906913-04-9

DER SOUNDTRACK ZUM BUCH

CHF 15.00 / € (D) 14.99 / € (A) 14.99

(inkl. MWST)

ISBN: 978-3-906913-07-0

»Grossartig, wie Signer die Bewusstseinsverschiebung im Berliner Drogentrip sprachlich spiegelt; bewundernswert, was er so nebenbei über die heilige Stadt Varanasi oder über das chaotische Transportwesen im Senegal erzählt. (...) Man hat Erzählungen vor sich, die Welthaltigkeit mit psychologischer Tiefe und der Dramaturgie des Unausweichlichen verbinden.«

Hansruedi Kugler, St.Galler Tagblatt

»Den Stories folgen wir in ihren besten Momenten atemlos, ohne zu merken, dass wir schon wieder zig Seiten mehr verschlungen haben. (…) eine echte Alternative in der oft recht biederen Landschaft schweizerischer Erzählkultur.«

Florian Vetsch, Saiten

David Signer, geboren 1964, ist promovierter Ethnologe. Er ist Autor des zum Standardwerk gewordenen Buches »Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt« über die Auswirkungen der Hexerei auf die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas. Der Bild- und Textband »Grüezi – Seltsames aus dem Heidiland«, in Zusammenarbeit mit Andri Pol, erschien 2006, seine Romane »Keine Chance in Mori« und »Die nackten Inseln« 2007 und 2010 bei Salis. David Signer ist Afrika-Korrespondent der NZZ und lebt in Dakar.

Foto: Katja Müller

 

Weitere Bücher von David Signer

Der Journalist Richard Schlee hat seine Partnerin Johanna fluchtartig verlassen, als sie in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Er lebt jetzt in einem Vorort von Dakar und schreibt Reportagen. Was Johanna nicht weiß, und er auch noch nicht lange: Er hat eine vierjährige Tochter in Nigeria, deren Mutter vor Kurzem gestorben ist. Richard holt die kleine Joy nach Dakar. Damit beginnen sich die Probleme zu häufen und gipfeln im Verschwinden von Joy. Eine detektivische Verfolgungsjagd führt Richard zur kleinen Atlantikinsel Santo Antão – der Showdown beginnt.

»Signer ist mit seinem zweiten Roman ein Buch gelungen, das die Folgen der Globalisierung an neuralgischen Punkten zeigt. Dabei verfährt er mitunter alles andere als politisch korrekt und schießt scharfe Pfeile gegen einen rigiden Feminismus, gegen westliche Arroganz, gegen Behaglichkeit und Gleichgültigkeit, gegen Ausbeutung und Elend ab.«

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